Die Namenspatronin Clara ist für uns ein anschauliches und beeindruckendes Vorbild für Offenheit, Vertrauen und das „Sich verlassen können“ im Umgang miteinander.
Das Kinderheim St. Clara blickt auf eine lange Tradition zurück, ursprünglich wurde es gegründet als „Kinderasyl“.
Damals wie heute ist es uns wichtig, Kinder und Jugendliche individuell auf ihrem Weg zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern.
Das Angebot des Kinderheimes St. Clara umfasst verschiedene stationäre, alters- und geschlechtsgemischte, heilpädagogische Wohngruppen.
Die Namenspatronin Clara ist für uns ein anschauliches und beeindruckendes Vorbild für Offenheit, Vertrauen und das „Sich verlassen können“ im Umgang miteinander.
Zuhause ist, wo wir leben: ein Haus, eine Gruppe, ein Ort an dem wir uns sicher, beschützt, gefordert, gefördert und geborgen fühlen.
geschützter Raum
individuelle Persönlichkeitsentwicklung
Bereitschaft zur Weiterentwicklung
sich zeigen
Hilfestellung bekommen
eigene Ressourcen optimal nutzen
Teilhabe an der Gesellschaft
Das Selbstverständnis unseres „Kinderheimes St. Clara“ und seines heutigen Auftrages wurzelt in der Tradition des im Jahre 1883 von Pfarrer Georg Weinhart gegründeten „Kinderasyl zu Gundelfingen“. Ein wesentlicher Baustein unseres Leitbildes ist, da zu helfen, wo die Not am größten ist und sich auf aktuelle Problemlagen einzustellen. Die Wahl der heiligen Clara zur „Namenspatronin“ und zum sichtbaren Leitbild unseres Hauses geschah aus dieser Erkenntnis heraus. Sie ist für uns ein beeindruckendes Vorbild für Offenheit, Vertrauen und das „Sich verlassen können“ im Umgang miteinander.


Unsere „Heimregeln“ sind ein Ergebnis der gemeinsamen Auseinandersetzung von Kindern und Mitarbeitern mit den Wurzeln unseres Zusammenlebens und der täglichen Arbeit. Sie sind Orientierungshilfe für uns und die, die unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Wir bitten Gott um Liebe für uns und alle, die in unser Haus kommen, damit dieses Miteinander sein kann.
Miteinander ist...
Die Kinder erhalten eine christliche Erziehung mit dem Ziel, ihr Leben mit anderen harmonisch und zielorientiert zu gestalten. Sie sollen Geborgenheit erfahren, aber auch Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung.
Die Kinder sollen grundlegende altersentsprechende Fähigkeiten zur Alltagsbewältigung aufbauen und erhalten dazu spezielle pädagogische und therapeutische Maßnahmen zur Förderung der individuellen Entwicklung.
Selbstverständlich werden auch die Eltern in dieses Programm miteinbezogen.
Unterstützt wird diese Arbeit etwa durch Ergotherapie, Logopädie und Psychotherapie.

Das Kinderheim umfasst in seinem Kernbereich drei heilpädagogische Wohngruppen mit je neun Plätzen für Kinder und Jugendliche. Aufgenommen werden Kinder vom Säugling bis zum Jugendlichen. Die Gruppenzusammenstellung richtet sich nach den aktuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen.
Die heilpädagogisch-intensive Gruppe bietet die Möglichkeit zur Aufnahme von zehn Kindern. Aufgenommen werden bevorzugt Kleinkinder und Geschwisterkinder in akuten Notsituationen. Zudem verfügt die Gruppe über einen Mutter/Vater-Kind-Platz durch ein daran angeschlossenes Apartment.
Idealerweise werden die zehn Plätze mit Jugendlichen ab 15 Jahren besetzt, die bereits in der Wohngruppe ausreichend auf eine weitergehende Selbständigkeit vorbereitet wurden. Für das innenbetreute Wohnen stehen im Haupthaus zwei Wohnungen und ein Haus mit einzelnen Wohnparteien in der unmittelbaren Nachbarschaft zur Verfügung.
Die im IBW erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten werden beim außenbetreuten Wohnen gefestigt und in der Selbständigkeit Schritt für Schritt eigenverantwortlich übernommen. Die Betreuung der meist volljährigen jungen Menschen geschieht auf Antrag der Jugendlichen in einer auf dem freien Wohnungsmarkt angemieteten Wohnung.
Das Kinderheim St. Clara dient auch als Anlaufstelle für Inobhutnahmen. Es handelt sich dabei um eine erforderliche Schutzmaßnahme, wenn sich Minderjährige in akuten Krisen oder dringender Gefahr befinden. Bei gegebenem Anlass kann eine vorübergehende Inobhutnahme bis zur Klärung des Sachverhalts geleistet werden.
Direkt auf dem Grundstück des Kinderheims mit seinen großzügigen Freiflächen und dem nahe gelegenen Obst- und Gemüsegarten wird für die Kinder in einem landwirtschaftlichen und ökologischen Erfahrungsbereich die Haltung von Tieren (Schafen, Esel, Pony und Hühner) und die Erzeugung regionaler Lebensmittel unmittelbar erlebbar gemacht.
Bei der Tiergestützten Intervention werden Tiere unterstützend zum Wohle der Kinder und Jugendlichen eingebunden. Dabei ist es egal, ob die Tiere aus der Distanz beobachtet oder berührt und direkt mit ihnen agiert wird.
Um den individuellen Bedürfnissen der Kinder zu entsprechen, arbeitet das Kinderheim St. Clara mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen. Darunter finden sich verschiedene Therapieangebote wie Logopädie und Ergotherapie, sowie die Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.
Die pädagogischen Mitarbeiter absolvieren eine mehrtägige Fortbildung zum Kneipp-Erzieher, welche spätestens alle zwei Jahre aufgefrischt wird. Die folgenden fünf Kneipp-Säulen werden im Kinderheim St. Clara umgesetzt:
Wasser
Wasseranwendungen, wie z. B. Tautreten, Schneetreten, Kaltes Armbad werden den Kindern nahegebracht. Besonders das Kneippen im eigenen Bachlauf bereitet den Kindern Freude. Aber auch Waschungen und Güsse zeigen ihre Wirkung.
Kräuter
Die selbst angebauten Kräuter in Bio-Qualität werden zu Kräutersalz, Kräuterquark oder Kräutertee verarbeitet. Gerne werden die Kräuter als Hausmittel bei Erkrankungen verwendet, z. B. der Salbeitee bei Halsschmerzen.
Lebensordnung
Die Kinder feiern die Jahresfeste, die hausinternen Feste, aber auch den eigenen Geburtstag. Lebensordnung erfahren die Kinder in klaren Tagesstrukturen und Ritualen. Dies gibt den Kindern Sicherheit im Alltag.
Bewegung
Das weitläufige Außengelände des Kinderheimes mit unterschiedlichen Angeboten animiert die Kinder und Jugendlichen sich zu bewegen. Gezielte Angebote, wie z. B. Klettern oder Schwimmen und die Teilnahme in Sportvereinen dienen ebenfalls, den Körper fit zu halten.
Ernährung
Biolandprodukte aus eigenem Anbau fließen in das tägliche Ernährungsangebot ein. Bei der Auswahl der Speisen wird auf Saisonalität, Regionalität und Frische geachtet. Die Kinder werden von Klein auf in die Zubereitung der Speisen miteingebunden.
Der Fachdienst ergänzt und spezialisiert das Förderangebot der Gruppen und trägt so zu einer ganzheitlichen Förderung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen bei. Die Förderung findet in Einzel- und Kleingruppen statt. Sie ist eingebettet in den Tagesablauf und berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Kinder.
Wir nehmen Säuglinge, Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts auf.
Unser Leistungsangebot ist nicht ausgerichtet für Kinder oder Jugendliche, die
Körperliche und/oder psychische Gewalt, herablassendes Verhalten sowie der Missbrauch von Suchtmitteln haben bei uns keinen Raum und können zum Abbruch der Hilfemaßnahmen führen
Die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben, Erfahrungen der Selbstwirksamkeit zu machen und sich zu aufgeschlossenen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln
Die jeweilige Maßnahme orientiert sich an den Bedürfnissen des Kindes bzw. des Jugendlichen und dessen Familie und Lebenssituation. Sie gestaltet sich somit individuell und flexibel.
Um die individuellen Ziele zu erreichen, bieten wir neben der grundlegenden Alltagsstruktur verschiedenste Freizeitaktivitäten an.
Das Kinderheim St. Clara Gundelfingen ist eine Einrichtung der Stiftung Kinderheim Gundelfingen